Vita

In Kurzform:

Fernsehjournalist, Moderator und Medientrainer

Jahrgang 1966, geboren in Kassel, aufgewachsen in Kassel und Hanau
Wohnort: Frankfurt

Im hr-Fernsehen seit 1996, Reporter und Moderator für verschiedene Sendungen, seit 2007 Moderator der „Hessenschau“

Berichte über das aktuelle Geschehen in Hessen aus allen Ressorts und Lebensbereichen – besondere Vorliebe für Wirtschaftsberichterstattung, Auto-Themen, Kultur und Portraits

Seit 2007 Medientrainer für alle die vor Kameras und Mikrofonen gefragt sind

Studium der Kommunikationswissenschaft, Volkswirtschaftslehre und Theaterwissenschaft in München, Magister Artium. Zuvor Ausbildung zum Industriekaufmann bei Siemens in Frankfurt und Berlin (Stammhauslehre)

Lokalfernsehpreis der Bayerischen Landeszentrale für Neue Medien 1992

Vater von zwei Kindern, vielseitig sportlich aktiv
Leidenschaft für Schalke 04 und Eintracht Frankfurt

Soziales Engagement zugunsten krebskranker Kinder
bei der „Tour der Hoffnung“ und „Menschen für Kinder e.V.“
Botschafter der Stiftung „Kinderzukunft“

 

Etwas ausführlicher:

Herkunft – Kassel, Hanau, Frankfurt

Ich bin ein waschechter Hesse – auch wenn man das nicht hört! Geboren wurde ich 1966 in der Documenta-Stadt Kassel. Mit zehn Jahren verschleppen mich meine Eltern nach Hanau – die Geburtsstadt der Brüder Grimm, der berühmten Märchensammler und des großen Fußballidols Rudi Völler. (Ich muss es an dieser Stelle zugeben: mich verbindet mehr mit Jakob und Wilhelm als mit Rudi, zum Geschichten erzählen habe ich wohl doch mehr Talent als zum Kicken – Seufz!)

Wechselnde Wohnorte haben bei uns Tradition (wenn auch nicht ganz freiwillig): die Familie meiner Mutter kommt aus dem Preußischen, die meines Vaters aus dem Sudetenland.

Die längste Zeit meines Lebens wohne ich nun schon im Frankfurter Stadtteil Bergen-Enkheim. Dort schätze ich die Kleinstadtidylle am Rand der Großstadt und vor allem die Nähe zur Natur.

Schulzeit – „Da stelle mer uns mal janz dumm!“ 

Auch wenn´s bei uns nicht immer ganz so lustig zuging, wie im Kultfilm „Die Feuerzangenbowle“, ich kann sagen, „ich bin gerne zur Schule gegangen!“ Wir haben sie alle gehabt, die Skurrilen, die Verschrobenen, die Strengen und die Liebenswerten, manche haben uns genervt, andere haben wir geliebt, aber letztlich haben wir durch sie ganz viel für´s Leben gelernt (und das muss nicht unbedingt der Stoff aus dem Lehrplan gewesen sein). Meine Leistungskurse: Wirtschaftswissenschaften und Englisch.

Eine wunderbare Zeit, an der „Hohen Landesschule“ in Hanau, Hessens zweitältestem Gymnasium, gegründet 1607, selbstironisch aber auch ein Bisschen stolz sprechen wir von der „Eliteschule der Galaxis“. Die sollte, so der Wille ihres Gründers, Landgraf Philipp Ludwig II, treue und gottesfürchtige Untertanen hervorbringen. Nun ja, das ist wohl gründlich schief gegangen!

Vor allem meinem Deutschlehrer Erland Schneck und seiner Theater AG habe ich viel zu verdanken. Durch ihn und Bert Brecht komme ich gleich zu drei wesentlichen Erkenntnissen, die zur Berufswahl als Journalist und zur späteren Karriere als Fernsehmoderator beitragen werden:

1. „Die Welt ist veränderbar!“
2. Auch Helden haben Lampenfieber
3. Man kann es überwinden.

Mit dem Weltverbessern versuche ich mich dann gleich mal mit ersten Artikeln für unsere Schülerzeitung „Daily Terror“. Deren publizistische Sprengkraft war zwar nicht viel größer als die der „Bravo“, aber wir kamen uns ganz schön cool vor.

Ausbildung – vom Industriekaufmann zum Journalisten

Nach dem Abitur werden alle Pläne Richtung Journalismus erst mal gestoppt, als es heißt, „Junge mach erst mal was Solides!“ Eine Stammhauslehre als Industriekaufmann bei Siemens in Frankfurt und Berlin verspricht Karriere ohne Studium, eine der ersten Adressen der deutschen Wirtschaft, ein Weltkonzern mit großer Tradition! Ein toller Einblick in die Funktionsmechanismen eines Unternehmens, von dem ich bis heute profitiere.

In Berlin lerne ich die große weite Welt kennen, Theaterbesuche, Museen, Galerien, Architektur, Kreuzberger Kneipen und Alternativkultur. Politik wird damals noch in Bonn gemacht, doch die geteilte Stadt ist voller Geschichte und spannender Geschichten. Von dieser Vielfalt fasziniert wächst der Wunsch über all das als Journalist zu berichten.

Also fange ich an, am Wochenende für die Offenbach Post zu schreiben und zu fotografieren. Der erste Bericht natürlich aus Berlin. Die Arbeitsproben stimmen hoffnungsvoll und so geht´s nach der Ausbildung zum Studium.

Studium – zwischen Hörsaal und Fernsehstudio

An der Münchner Ludwig Maximilians Universität studiere ich Kommunikationswissenschaft, Volkswirtschaftslehre und Theaterwissenschaft. Eine ungewöhnliche Mischung, aber ich bleibe meinen unterschiedlichen Interessen treu und schaffe eine breite Wissensbasis für meinen späteren Beruf. Neben dem Studium versuche ich so viel wie möglich Praxiserfahrung zu sammeln. Die bayerische Medienlandschaft mit den neuen Privatsendern macht´s möglich.

Start in den Beruf – von München über Berlin nach Frankfurt

Meine ersten Fernseherfahrungen sammle ich bei Tele 5, beim Bayerischen Rundfunk und bei Studio 1 Holzkirchen, einem kleinen Fernsehsender im wunderschönen Oberland, zwischen Bad Tölz, Tegernsee und Schliersee, dort wo andere Urlaub machen. Eine tolle Erfahrung! Wir können alles ausprobieren, lernen Land und Leute kennen, vom Franziskanermönch über den Fußballprofi bis zum Altbundespräsidenten und ich stehe das erste mal vor der Kamera.

Bei einem Seminar begegne ich Kollegen vom DDR-Fernsehen, vom Jugendmagazin „Elf 99“. Ihre Berichterstattung: frech und aufmüpfig – ganz anders als unser Bild vom linientreuen DDR-Journalisten. Das fasziniert mich. Ich schreibe meine Magisterarbeit über „Elf 99“. Aus geplanten drei Wochen in Berlin wird ein halbes Jahr. Mehrere Filme für „Elf 99“ entstehen. Nach der Abwicklung des Deutschen Fernsehfunks gehe ich zurück nach München.

Einige Wochen arbeite ich dort für das regionale Fenster von RTL. Doch die Liebe führt mich nach Frankfurt. Dort erreicht mich der Anruf, dass ich für einen kritischen Beitrag über die Umwandlung eines Studentenwohnheims in ein Boardinghaus den Lokalfernsehpreis der Bayerischen Landeszentrale für Neue Medien gewonnen habe. Ein unerwarteter Geldsegen für den Studenten und eine Empfehlung für die erste Bewerbung auf eine Festanstellung.

Berufspraxis – von den Privaten zum Öffentlich-rechtlichen Rundfunk

In Frankfurt startet 1993 das regionale Fenster von RTL in Hessen. Ich bekomme eine Anstellung als Jungredakteur. Nach einem Jahr wechsle ich als festangestellter Redakteur zum „Regionalreport“ von SAT 1 für Rheinland-Pfalz und Hessen. Zwei Jahre später sucht der Hessische Rundfunk für sein Flaggschiff die „Hessenschau“ neue Leute. Ich werde empfohlen und wechsle im April 1996 als freier Mitarbeiter zum Hessischen Rundfunk.

Nach drei Jahren werde ich auch Nachrichtenmoderator im hr-Fernsehen. Von der Frankfurter Börse berichte ich ein Jahr lang als Reporter für die Sendung „Maintower“. Seit 2007 moderiere ich die „Hessenschau“. Wenn ich nicht moderiere, arbeite ich nach wie vor leidenschaftlich gern als Reporter und berichte aus allen Ressorts und Lebensbereichen über das aktuelle Geschehen in Hessen.

Journalist – Traumberuf und Eintrittskarte für Alles

Ich sage immer scherzhaft, zu meiner Berufswahl müsse wohl die „Sesamstraße“ beigetragen haben: „Wieso, weshalb, warum, wer nicht fragt, bleibt dumm!“, heißt es im Vorspann der beliebten Kindersendung. Und das habe ich mir zu Herzen genommen. Meinen Eltern und Lehrern habe ich schon Löcher in den Bauch gefragt. Heute werde ich dafür bezahlt! Neugier ist ja sozusagen eine journalistische Berufskrankheit.

Die Neugier habe ich mir bewahrt, egal wohin mich der Beruf führt, ob zur Europäischen Weltraumagentur ESA nach Darmstadt oder zum Bauern in den Odenwald. Ich bin überzeugter Generalist, ich interessiere mich für alles und besonders spannend sind dabei die Menschen, das was sie tun und warum sie es tun, ob jemand ein Unternehmen oder einen Bauernhof führt, ob jemand mit alten Autos Rallyes fährt oder Sonden ins Weltall schickt.

Was mir besonders gefällt: die Abwechslung, die mein Beruf bietet. Jeder Tag bietet neue spannende Eindrücke und Erkenntnisse. Als Journalist kommt man überall hin und überall rein, ob in den Landtag oder ins Atomkraftwerk, ob Rockkonzert oder Kultur-Event, Börsensaal oder Sportveranstaltung. Dafür nehme ich Stress, Zeitdruck und Wochenendarbeit gerne in Kauf.

Privat – Laufen und Laufen lassen

Ich lebe in Frankfurt-Bergen-Enkheim und habe zwei Kinder, eine Tochter und einen Sohn. Ausgleich zum fordernden Beruf finde ich beim Sport: Laufen, Radfahren, Schwimmen, Fußball und Klettern stehen regelmäßig auf dem Programm. Und im Winter gibt´s für mich nichts Schöneres als Skifahren!

Mein größter sportlicher Erfolg: Berlin-Marathon unter vier Stunden. Wenn ich nicht selbst aktiv bin, schlägt mein Herz für Schalke 04 und die Frankfurter Eintracht.

Frankfurt – Skyline und Streuobstwiesen

An Frankfurt gefällt mir vor allem das Museumsufer am Main, wo man an warmen Sommerabenden beim Bier oder Ebbelwei den Blick auf die Skyline genießen kann. Ich mag die Internationalität und das liberale politische Klima der Stadt sowie ihre Kontraste: auf wenigen Metern wechseln weltstädtisches Flair mit dörflicher Idylle, Hochhäuser und Fachwerk, schicke Bars und Ebbelwei-Kneipen, englisch sprechende Banker und Mundart babbelnde Frankfordder.

Soziales Engagement

Seit über zehn Jahren radel ich mit der „Tour der Hoffnung“ und dem Verein „Menschen für Kinder“ und sammle so Spenden für krebskranke Kinder. Seit wir im Freundeskreis erleben mussten, was es heißt ein Kind durch diese Krankheit zu verlieren, liegt mir dieses Engagement besonders am Herzen. Mehr dazu unter Soziales Engagement

Schalke 04 – Meister der Herzen

Mein Club! Wie kommt ein Hesse zu Schalke 04? Einmal weil mein Vater Schalke Anhänger war und uns dieses Thema immer verbunden hat. Zum anderen weil mich die Geschichte des Vereins fasziniert, die Bergleute, die in den 30er und 40er Jahren durch den Fußball und mehrere Deutsche Meisterschaften Erfolg und Anerkennung erringen konnten. Ein Mythos durch den sich bis heute eine ganze Region definiert – das Selbstbewusstsein des Ruhrgebiets: „Per Aspera Ad Astra“, durch Widrigkeiten zu den Sternen! Schalke war und ist trotz aller Kommerzialisierung des Fußballs ein Verein der kleinen Leute, die diesen Mythos weiter tragen: Menschen, die treu zu ihrem Verein stehen, auch in schweren Zeiten, mit bedingungsloser Hingabe, egal ob die Mannschaft gewinnt oder verliert und mit dem festen Glauben, „irgendwann schaffen wir´s wieder!“ Das gefällt mir!

Eintracht Frankfurt – mein Heimatverein

Die schönste Zeit mit der Eintracht war die Saison 91/92 an deren Ende ich allerdings bittere Tränen weinen musste, weil Frankfurt am letzten Spieltag in Rostock um die verdiente Meisterschaft gebracht wurde. Es war die Zeit von Uwe Bein, Andi Möller, Anthony Yeboah und Jay-Jay Okocha. Das war Fußball vom anderen Stern. Und ich kann sagen: ich bin ganz oft dabei gewesen!

Autos – der Rote Blitz und seine Folgen

„Der Rote Blitz“ war ein Kinderbuch, das ich geliebt habe. Darin geht es um ein kleines offenes Auto. Und so gibt´s neben dem Fußball noch eine Verrücktheit in meinem Leben: ich liebe schöne Autos, vor allem alte und freue mich, wenn sich die Gelegenheit bietet, über Oldtimer zu berichten. So kann ich ab und an die Faszination der Veteranen genießen, ohne sie besitzen (und reparieren) zu müssen. Das Design ist mir dabei wichtiger als PS und Prestige.