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Niersbachs Cordoba

Nach dem erbärmlichen Auftritt von (Ex-)VW-Chef Martin Winterkorn nun also der DFB-Präsident, Wolfgang Niersbach!

Warum gibt einer eine Pressekonferenz, der nichts zu sagen hat, der nichts beantworten kann? Ein klassisches Eigentor, wie damals in Cordoba und wie damals war der Kaiser, Franz Beckenbauer, nicht dabei! Besser wär´s aber gewesen!

Es ist die Arroganz der Macht und die Eitelkeit, die zu solchen Auftritten führt, weil sie glauben keine Beratung zu brauchen oder weil sie guten Rat in den Wind schießen.

„Es ist alles mit rechten Dingen zugegangen!“ erdreistet sich Niersbach zu behaupten, nachdem er Finanztransaktionen bestätigt, die gar keinen anderen Schluss zulassen, als dass geschmiert wurde. Wahrscheinlich war es „die Hand Gottes“ die bei der FIFA zugegriffen hat und der Fußball ist eine Scheibe! Erfolgreiche Krisenkommunikation sieht anders aus.

Jahrestagung Kinderzukunft – 09.10.2015

Podiumsgespräch zur aktuellen Lage mit der Bundestagsabgeordneten Katja Leikert, CDU und dem Landrat a.D. des Main-Kinzig-Kreises, Karl Eyerkaufer, SPD, moderiert von Frank Lehmann, Wirtschaftsjournalist und Beiratsmitglied der Kinderzukunft

Wichtigste Erkenntnisse zur Flüchtlingsproblematik:

1. Am Besten bekämpft man die Ursachen von Armut, damit Menschen nicht aus ihrer Heimat fliehen müssen, so wie´s die Kinderzukunft seit über 25 Jahren tut, mit Kinderdörfern in Rumänien, Bosnien-Herzegowina und Guatemala: menschenwürdige Lebensbedingungen, Schul- und Berufsausbildung – Entwicklungshilfe, die den Namen verdient und nicht Exportförderung für unsere Wirtschaft ist.

2. Die CDU betet jetzt das Mantra der Kanzlerin „Wir schaffen das!“, traut sich aber (wie schon zur Wiedervereinigung) nicht, den Menschen zu sagen, dass uns das sehr viel Geld kosten wird. Wohnraum und Deutschkurse für Millionen Flüchtlinge gibt´s nicht zum Nulltarif. Klar hat man Angst, dass das viele nicht hören wollen, dass die Stimmung kippen könnte, wenn´s ans eigene Portemonnaie geht und dass sich die Wähler in Scharen abwenden. Da macht man eben auf gute Stimmung.

Eine Kommunikationsstrategie, die nicht aufgehen kann, denn der Flüchtlings-Soli kommt so sicher wie die nächste Wahl, da mag die Kanzlerin noch so treuherzig in die Talk-Show-Kameras lächeln. Besser wäre es, reinen Wein einzuschenken und – zumal als Vertreterin einer christlichen Partei – an unser aller Mitmenschlichkeit zu appellieren. Dann ist der Kater, wenn die Rechnung präsentiert wird, vielleicht nicht ganz so groß.

3. Die Flüchtlingsströme sind natürlich überhaupt nicht völlig überraschend, wie uns viele Politiker weiß machen wollen. Die Politik hat die sich abzeichnende Entwicklung nur jahrelang ignoriert und überraschend ist eher, dass erst jetzt hunderttausende versuchen Krieg und Elend zu entfliehen. Kriege, die überall auf der Welt auch mit deutschen Waffen geführt werden. Das muss endlich ein Ende haben!

Nachhaltige Entwicklung, Bildung und die Perspektive eines selbstbestimmten Lebens in Wohlstand sind die besten Garanten um Kriege und Flüchtlingsströme zu verhindern.